Das Skandälchen unseres Bundespräsidenten, dessen Flügel schrumpfen und Beine rasend schnell wachsen, lässt mich noch immer nicht in Ruhe. Wie die Journalisten bin ich sehr interessiert an diesem "Fall".
Darum also noch einmal eine kleine Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Sehr geehrter Herr Scheel,
sicherlich verdient der Bundespräsident eine "faire Berichterstattung" und "Respekt". Aber: Wenn er sich selbst mit Aussagen und Urlauben und Freunden so sehr verstrickt wie der Herr Wulff, dann ist es - meiner Meinung nach - nicht sonderlich verwunderlich, wenn der Respekt sich langsam aber sicher - zusammen mit der Glaubwürdigkeit des Präsidenten - verabschiedet. Es gab einen Zeitpunkt, an welchem Herr Wulff besser nicht geschwiegen hätte (das Aussitzen mag bei Herrn Kohl geklappt haben, aber heutzutage sind selbst wir Deutschen weiter), sondern ganz offen und ehrlich die Wahrheit gesagt hätte. Die eigenen Unzulänglichkeiten eingestehen und die Konsequenzen daraus ziehen! Wenn man gerne mal am Rande der Legalität fischt als Politiker, muss man mit den Konsequenzen leben, wenn es erkannt wird. So ist das!
Und mal ganz ehrlich: Klingt das nach profaner Freundschaft, wenn Sie mit der ganzen Familie bei ihren Freunden Urlaub machen und diese anschließend mit auf Geschäftsreisen nehmen? Als Geschäftsmann... mmh... als Politiker: Nein!
Und noch etwas: Verbringen Sie Ihren Familienurlaub ausschließlich in den Häusern von (Geschäfts-)Freunden? Ich persönlich kenne niemanden, obgleich mir Leute bekannt sind, die gelegentlich das ein oder andere Ferienhaus von Freunden in Anspruch nehmen.
Es gibt also eine Menge Ungereimtheiten, die der Klärung bedürfen! Wenn Herr Wulff dies jedoch nicht für notwendig hält bzw. statt durch ein klärendes, ehrliches Statement die Dinge aufzuklären den Skandal und die Berichterstattung mit Materialien anheizt, dann ist der Skandal zu Teilen auch selbst gemacht. Journalisten schauen sich das ihnen zur Verfügung gestellte Material durchaus an, lesen es womöglich, betreiben Journalismus, machen Ihren Job.
Schade, dass letzteres Herrn Wulff derzeit nicht gelingt!
Hochachtungsvoll!
So. Für alle, die auch interessiert sind, sich gerne aufregen oder mal nachlesen wollen, wo ich mich immer in Rage lese:
http://www.tagesspiegel.de/meinung/der-bundespraesident-ist-ein-getriebener/5973106.html
und
http://www.tagesspiegel.de/politik/unternehmer-maschmeyer-soll-wulffs-kampagne-bezahlt-haben/5977390.html
Einen schönen Tag noch!
(Es schneit!)
*wink*
Darum also noch einmal eine kleine Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Sehr geehrter Herr Scheel,
sicherlich verdient der Bundespräsident eine "faire Berichterstattung" und "Respekt". Aber: Wenn er sich selbst mit Aussagen und Urlauben und Freunden so sehr verstrickt wie der Herr Wulff, dann ist es - meiner Meinung nach - nicht sonderlich verwunderlich, wenn der Respekt sich langsam aber sicher - zusammen mit der Glaubwürdigkeit des Präsidenten - verabschiedet. Es gab einen Zeitpunkt, an welchem Herr Wulff besser nicht geschwiegen hätte (das Aussitzen mag bei Herrn Kohl geklappt haben, aber heutzutage sind selbst wir Deutschen weiter), sondern ganz offen und ehrlich die Wahrheit gesagt hätte. Die eigenen Unzulänglichkeiten eingestehen und die Konsequenzen daraus ziehen! Wenn man gerne mal am Rande der Legalität fischt als Politiker, muss man mit den Konsequenzen leben, wenn es erkannt wird. So ist das!
Und mal ganz ehrlich: Klingt das nach profaner Freundschaft, wenn Sie mit der ganzen Familie bei ihren Freunden Urlaub machen und diese anschließend mit auf Geschäftsreisen nehmen? Als Geschäftsmann... mmh... als Politiker: Nein!
Und noch etwas: Verbringen Sie Ihren Familienurlaub ausschließlich in den Häusern von (Geschäfts-)Freunden? Ich persönlich kenne niemanden, obgleich mir Leute bekannt sind, die gelegentlich das ein oder andere Ferienhaus von Freunden in Anspruch nehmen.
Es gibt also eine Menge Ungereimtheiten, die der Klärung bedürfen! Wenn Herr Wulff dies jedoch nicht für notwendig hält bzw. statt durch ein klärendes, ehrliches Statement die Dinge aufzuklären den Skandal und die Berichterstattung mit Materialien anheizt, dann ist der Skandal zu Teilen auch selbst gemacht. Journalisten schauen sich das ihnen zur Verfügung gestellte Material durchaus an, lesen es womöglich, betreiben Journalismus, machen Ihren Job.
Schade, dass letzteres Herrn Wulff derzeit nicht gelingt!
Hochachtungsvoll!
So. Für alle, die auch interessiert sind, sich gerne aufregen oder mal nachlesen wollen, wo ich mich immer in Rage lese:
http://www.tagesspiegel.de/meinung/der-bundespraesident-ist-ein-getriebener/5973106.html
und
http://www.tagesspiegel.de/politik/unternehmer-maschmeyer-soll-wulffs-kampagne-bezahlt-haben/5977390.html
Einen schönen Tag noch!
(Es schneit!)
*wink*

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen